
Gedicht, Februar 2026
Am Zaumzeug geführt, tänzelt das Pferd
Friedlich wie das Feuer am Herd.
Zahm erscheint, was Mensch sich eigen macht,
Doch wird erstmal der freie Wille entfacht,
Eilen sie der Freiheit hinterher.
Zäune und Gräben sind keine Grenzen mehr.
Nichts kann sie halten – der Wind treibt sie an
Immer schneller in seinen Bann.
Wer einen Blick auf ihre wilde Schönheit erhascht,
Wird schon vom jähen Ende überrascht.
Wenn die Quelle versiegt, die sie nährt,
Kehren sie heim als Glut und Steckenpferd.