
In unserer knapp 80 m² Wohnung gibt es kein Kinderzimmer. Und das ist auch nicht weiter schlimm. Schließlich will Sofia – wie wohl jedes kleine Kind – immer da sein, wo wir auch sind. Unsere Wohnung hat drei große Räume: Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche. Dort wo wir immer nur zu zweit gewohnt haben, darf nun allmählich Platz für einen dritten, kleinen Menschen geschaffen werden.
Als Sofia älter und mobiler wurde, haben wir ihr eigene kleine Orte in der Wohnung zum Spielen eingerichtet. Im Wohnzimmer hat sie eine Spieleecke beim Fenster bekommen. Dafür haben wir ein Wandregal, das sowieso kaum in Verwendung war, quer auf den Boden gestellt. Ich habe mich ein wenig vom Montessori-Gedanken inspirieren lassen, wenig ausgewählte Spielsachen in kindgerechter Höhe „auszustellen“. So ist es auch leicht aufzuräumen. Und siehe da, jedes Mal, wenn ich die Dinge wieder an ihren Platz zurückstelle, scheinen sie interessanter zu werden und Sofia beginnt erneut damit zu spielen. Ich wollte ihr eigentlich auch eine Bücherleiste an der Wand montieren, aber da sie bis vor kurzem noch gar nicht weit nach oben kam, war es viel praktischer sie einfach an die Wand zu lehnen.
Mittlerweile kann sie sich schon gut hochziehen und den Ficus-Baum, der noch auf den Bildern zu sehen ist, haben wir nun außerhalb ihrer Reichweite platziert.



Zu Weihnachten wurde die Spieleecke kurzfristig um den Couchtisch samt Weihnachtsbaum erweitert. So entstand dahinter eine kleine Spielehöhle. Sofia ist ganz oft durch das kleine Regal nach hinten gerobbt, um durch ihre Bücher zu blättern.


In der Küche haben wir unser ehemaliges Nachttischen fürs Erste (aus Sicherheitsgründen) mit doppelseitigem Klebeband auf den Boden geklebt. Da wir keine Treppen haben, war das ideal für sie, um zu lernen sich daran hochzuziehen. Darunter gibt es wieder Platz für kleine Körbe und Boxen.
Gespielt und erkundet wird natürlich überall in der Wohnung. Das Schuhregal wird inspiziert, Körbe im Bad werden ausgeräumt oder unter unserem Wäschehänger verstecken gespielt.